#11 Mikrochips, KI und selbstfahrende Autos: Wer baut eigentlich unsere Zukunft?

Shownotes

Roboter, selbstfahrende Autos, Mikrochips, Sensoren und künstliche Intelligenz: Viele Technologien, die nach Zukunft klingen, sind längst Teil unseres Alltags – oft, ohne dass wir es bewusst merken.

Für diese Folge war ich an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg, kurz OTH Regensburg. Dort habe ich mit Prof. Dr.-Ing. Matthias Ehrnsperger gesprochen. Er ist Studiengangsleiter und beschäftigt sich unter anderem mit Sensorik, Mikrosystemtechnik und Edge AI – also künstlicher Intelligenz, die direkt am Gerät arbeitet.

Im Gespräch geht es darum, warum Technik nicht nur etwas für Expertinnen und Experten ist, wie es sich anfühlt, in einem autonomen Fahrzeug unterwegs zu sein, und welche Rolle Sensoren, Mikrochips und KI künftig in unserem Alltag spielen werden.

Außerdem sprechen wir über die neue Generation Studierender, über die Frage, warum sich noch immer zu wenige Frauen für MINT-Berufe entscheiden, und darüber, weshalb Deutschland mehr Menschen braucht, die Naturwissenschaften und Technik nicht nur verstehen, sondern aktiv mitgestalten wollen.

Ein Schwerpunkt der Folge ist der neue Bachelorstudiengang Angewandte Naturwissenschaften an der OTH Regensburg. Der Studiengang verbindet Physik, Chemie, Mathematik, Elektrotechnik und Programmierung und richtet sich an alle, die sich für MINT interessieren, aber sich nicht gleich zu Beginn auf ein einzelnes Fach festlegen möchten. Später können Studierende Schwerpunkte wie Halbleiter- und Mikrosystemtechnik oder Sensorik wählen – oder bewusst breit aufgestellt bleiben.

Mehr Informationen zum Studiengang gibt es hier:https://www.oth-regensburg.de/studiengang/angewandte-naturwissenschaften-studieren-bachelor

Mehr zur OTH Regensburg:https://www.oth-regensburg.de/

Mehr zum Sensorik-ApplikationsZentrum SappZ:https://www.sappz.de/

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Musik: Free Music Archive / Sense - Sergey Cheremisinov Diese Podcastfolge entstand in bezahlter Zusammenarbeit mit der Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:00:04: Ich bin Marlene Bruckner.

00:00:06: Roboter, selbstfahrende Autos Mikrochips Künstliche Intelligenz Das klingt erst einmal nach Zukunft.

00:00:14: Tatsächlich steckt vieles davon aber schon längst mitten in unserem Alltag.

00:00:19: Für diese Folge bin ich nach Regensburg gefahren an die Ost-Bayerische Technische Hochschule KurzOTH.

00:00:25: Dort habe ich Prof.

00:00:26: Dr.

00:00:26: Ingenieur Matthias Ernstberger getroffen, Studiengangsleiter, Wissenschaftler und jemand der spürbar für sein Fach- und seine Studierenden brennt.

00:00:35: Nach einem Café und am ersten Blick auf den Campus ging es direkt ins Gespräch!

00:00:39: Wir sprechen darüber, wie es sich anfühlt in einem autonomen Fahrzeug unterwegs zu sein.

00:00:44: Wie sich die heutige Generation Studierender verändert hat, warum Frauen im Mintberufen noch stärker gefördert werden sollten und über den neuen Studiengang angewandte Naturwissenschaften.

00:00:55: Und gegen Ende wird das nochmal besonders spannend – welche Technologien werden unseren Alltag schon ganz bald verändern?

00:01:02: Ziemlich viele kann ich sagen!

00:01:05: Eine Folge für alle, die Technik interessant finden – auch oder gerade dann wenn sie bisher dachten, das ist mir vielleicht alles ein bisschen zu kompliziert.

00:01:13: Viel Spaß beim Zuhören!

00:01:22: Ja, bevor wir über Sensoren, Reihenräume und künstliche Intelligenz sprechen würde ich mich freuen wenn du dich einfach mal vorstellst so ein bisschen deine Stationen erklärst.

00:01:30: seit wann bist du hier an der OTH?

00:01:32: Und was machst du genau?

00:01:34: Kann ich gerne machen.

00:01:35: Also hallo zusammen!

00:01:36: Ich bin Matthias Ernstberger und ich bin Professor für HIE und kooperative Systeme am der Oth in Regensburg.

00:01:43: Und ich beschäftige mich mit der Frage wie bekommt man künstlicher Intelligenzen direkt auf Sensoren auf Maschinen Fahrzeuge oder Roboter, also genau dorthin wo Daten eben entstehen und wo Entscheidungen oft in Echtzeit getroffen werden müssen.

00:01:58: Und für mich ist KI dann besonders spannend wenn sie nicht nur in einer Cloud-Demo funktionieren muss sondern auf echter Hardware mit echten Signalen und unter echten Bedingungen.

00:02:07: Mein Hintergrund kommt stark aus der Praxis.

00:02:09: ich habe vorher eine Berufsausbildung zum Elektroniker für Gerät und Systeme gemacht und es hat auch ganz gut geklappt.

00:02:15: Ich war in der Bundesbeste Elektroniker für Gerätensysteme bei denen uns Söhne in der Magdien-Oberpfalz, danach habe ich an der OTA Regensburg und an der TU München Elektrotechnik studiert und dann an der TUN München über radarbasierte Objekt- und Bewegungsklassifikationen promoviert das ganze in Kooperation mit der industriellen Vorentwicklung bei Continental und Vitesco.

00:02:36: Das sind Automotive Zulieferer die man auch in Regensburger relativ gut kennt und hab da eben in der Radarsensorik oder Radar und Sensorik und Embedded AI System gearbeitet.

00:02:47: Später bin ich dann zu Rodion Schwarz gegangen, habe dort Hightech- oder High End Messgeräte mitentwickelt.

00:02:54: Und heute bringe ich eben diese Erfahrungen in Forschung und Lehre ein das heißt Radar, Kamera, Lieder, Hyperspektrale Bildgebung, Sensorfusionen, Machine Learning und dann eben auch dieses Edge AI.

00:03:07: und das Edge AI heißt eben dass man diese Maschinen-Learning Algorithmen, also neuronale Netzwerke beispielsweise auf die Hardware bringt und zwar die Hardwares die man beispielsweise direkt am Körper trägt.

00:03:18: Das kann die Smartwatch sein das kann aber auch das autonome Fahrzeug sein was in Echtzeit Entscheidungen treffen muss weil wir wollen ja nicht dass das Auto erstmal die Daten in die Cloud schicken muss und dann entscheidet ob es bremsen soll oder nicht sondern das muss alles vor Ort und auch schnell gehen.

00:03:34: Und mein Ziel ist eben ziemlich einfach beschrieben.

00:03:36: KI soll nicht nur schlau klängen, sondern sie soll auch draußen entfüllt in der Fabrik und im Fahrzeug zuverlässig und vor allem... Schnell und in Echtzeit funktionieren.

00:03:44: Okay, super!

00:03:45: Da war schon ganz viel dabei.

00:03:46: Viel Fremdwörter auch?

00:03:48: Für die Fernwörte ja...

00:03:49: Aber wir können da mal ein bisschen reingehen.

00:03:51: Also H-Ai habe ich vorhaben mir natürlich auch angeschaut.

00:03:55: Ich kannte den Begriff noch nicht.

00:03:57: Jetzt hast du es ja schon ein bisschen erklärt.

00:03:59: Ich versuche es nochmal in meine Worte zu fassen Und du sagst einfach ob's richtig ist oder nicht.

00:04:04: Also es ist sozusagen, wenn wir jetzt mit ChatGPT arbeiten... ...dann ist das ja so, dass alles in der Cloud ist.

00:04:09: Wir brauchen da ein Internet dafür und alles was wir eingeben wird dann über die Cloud berechnet und dann kriegen wir eine Antwort auf.

00:04:17: Absolut richtig!

00:04:18: Und HAI ist dann wie die Smartwatch zum Beispiel, das schon Mikrochip oder irgendwas integriert ist.

00:04:26: Ich weiß nicht, wie die Technik dahinter ist.

00:04:29: Dann wie im Auto auch wird es direkt dort berechnet sozusagen, wir brauchen da kein Internet dafür.

00:04:36: Da frage ich mich halt wie hält man das aktuell zum Beispiel?

00:04:39: Also es muss ja auch ständig aktualisiert sein vor allem bei Autos kann ich mir vorstellen oder ja Smartwatch oder was geben noch für Beispiele?

00:04:47: vielleicht kannst du dann noch eins nennen?

00:04:49: Naja also es gibt die Smartwatch.

00:04:51: wo du schon gesagt hast beispielsweise bei der Smartwatch ist es mit dem Herzschlag mit der Herztediktion genau der Herzfrequenz Das funktioniert über einen Lichtsensor, das ist das grüne Licht was unten immer ein bisschen raus scheint.

00:05:03: Aber wie die Signale dann verarbeitet werden, das funktioniert eben mit KI direkt auf der Uhr mit drauf.

00:05:08: Das heißt die Uhr kommuniziert jetzt nicht per Bluetooth oder per WLAN mit beispielsweise einem Server sondern die rechnet das lokal aus und dann hat man eben einen kleinen Microchip.

00:05:17: alle elektronischen Geräte haben kleine Microchips.

00:05:19: aber jetzt müssen wir das neuronale Netzwerk was vielleicht dafür gebaut haben auch so klein machen dass es auf den Chip drauf passt und auch nicht zu lange braucht um zu rechnen.

00:05:27: Das heißt, man hat hier so... Man muss diese Balance finden zwischen Rechenleistung und das Ergebnis um es auch richtig sein.

00:05:34: Das heißt man ist sehr restriktiert von der Hardware.

00:05:37: Jetzt wenn man ChatGVT beispielsweise benutzt dann schickt man seine Anfrage auch wenn man googelt, schickt mal seine An Frage an einen Server.

00:05:44: Es können riesengroße Server Landschaften irgendwo auf der Welt sein die dann sehr viel Rechenleitung zur Verfügung haben und damit die Antwort zurück schicken.

00:05:51: Und wenn jetzt in der Zwischenzeit mein Internet leider zusammenbrechen würde dann kommt die Antwort natürlich nie

00:05:55: an.

00:05:56: Das ist so ein bisschen der Hauptunterschied.

00:05:58: Und ganz besonders spannend ist, Beispiel für HAI ist eben zum Beispiel das Auto nochmal Fahrzeug.

00:06:06: Das Auto muss in Echtzeit Entscheidungen treffen, bremst sich jetzt, biege ich links ab, ist die Ampel rot und ist sie grün.

00:06:12: Und das funktioniert nur wenn man lokal auf dem Gerät rechnet.

00:06:16: Und ja da gibt es ab und zu Updates aber das sind alles sicherheitskritische Funktionen

00:06:22: d.h.,

00:06:24: Fitsch das mit dabei, die man nicht unbedingt braucht.

00:06:26: Das heißt sie machen genau das was Sie machen sollen und da sind Updates gar nicht so wichtig und so regelmäßig.

00:06:31: Man kann Update machen zum Beispiel über die Ehe aus Perfunk oder wenn man in die Werkstatt geht aber normalerweise werden viele Funktionen gar nicht nachgeflasht weil es oft gar nicht notwendig

00:06:42: ist.

00:06:42: Gerade beim Autonomenfahren sagen ja viele dass wir hier in Deutschland noch ein bisschen hinten dran sind.

00:06:49: Was würdest denn du sagen vom internationalen Vergleich?

00:06:53: Vor zwei Wochen war ich auf der IEEE Radar Conference in Phoenix, Arizona.

00:06:59: IEEe ist eine Vereinigung der Elektrotechnik-Engineure, wenn man so möchte, Ingenieurinnen und Ingenieure.

00:07:04: Und das waren Phoenix, Arizona!

00:07:06: Da fahren schon autonome Fahrzeuge von Weimur, also von Google Alphabet rum... Und da wurde mir dann auch in der Hotelrezeption empfohlen, das doch unbedingt zu machen und dann habe ich das natürlich am gleichen Abend noch gemacht.

00:07:19: Und?

00:07:19: Dann kommt so ein weißer Jaguar, biegt dann in die Straße ein.

00:07:24: Der sieht schon ein bisschen komisch aus weil er hat so einen Hut auf.

00:07:26: Ja!

00:07:27: Das kennt man vielleicht von den Fahrzeugen, die durch die Straßen fahren.

00:07:29: und diese Google Maps, drei D-Karten machen so ein Lidersystem also so ein Kamerasystem und Liderssystem ist da oben drauf und dann kommt er so... ...und da sitzt niemand drin.

00:07:39: Und dann muss man am Handy das Auto entsperren, dann setzt man sich rein.

00:07:42: Dann wird mir erst mal begrüßt und es gibt eine kurze Introduction wie das Ganze jetzt eben funktionieren wird.

00:07:48: und dann drückt man auf den Knopf auf Go und dann fährt das Auto einfach los.

00:07:52: Es ist nicht so dass man sich vorstellt, es fährt ganz sachte los und langsam sondern es fert so los wie ich jetzt auch losfahren würde und auch ziemlich flott und bickt ab links rechts.

00:08:01: Das war schon ganz spannend aber... Tatsächlich nur die ersten paar Minuten war es spannend, weil das Auto fährt dann.

00:08:08: Es zeigt alle Daten in echt Zeit an und es fährt so gut dass man wird, dass es richtig entspannt ist.

00:08:13: Und ja was ist jetzt der Unterschied zwischen den amerikanischen und dem deutschen System?

00:08:19: Ist ein bisschen auch die Rechtsprechung.

00:08:21: also ich war vor vielen Jahren mal im München bei BMW und habe mir vom CEO einen Vortrag angehört und er meinte wir können eigentlich keine autonomen Fahrzeuge auf die Straße bringen solange die Bundesregierung nicht die Gesetze so auf den Weg bringt, dass das eben funktioniert.

00:08:35: Und in den USA geben wir einen anderen Weg da macht man es einfach.

00:08:40: Kümmern sich danach dann drum?

00:08:41: Genau.

00:08:41: und was sind jetzt die Vor- und Nachteile?

00:08:44: Da kann man drüber streiten.

00:08:45: Tatsache ist in den USA fahren die Fahrzeuge schon rum und Volkswagen wollte eigentlich Ende im Jahr vergangenes Jahr ein autonomes Fahrzeug rausbringen.

00:08:55: was sehr vielversprechend klang habe ich jetzt noch nicht gesehen, aber kommt auf jeden Fall.

00:09:01: Ich meine die können das auch.

00:09:02: da haben wir ganz ganz fähige Ingenieurinnen und Ingenieure.

00:09:04: Aber es ist auf jeden fall sehr sehr spannend in den USA oder jetzt schon damit rumzufahren.

00:09:10: So

00:09:10: war natürlich auch von Aufbau der Städte ist natürlich in den US auch ganz anders.

00:09:14: also man hat viel Platz zu Fuß kann man da eigentlich gar nichts irgendwo hingehen weil's so weit sind oder so groß auseinander liegen die Punkte.

00:09:23: Und in Deutschland beispielsweise sind die Städte viel kompakter, ist natürlich auch dann herausfordernd für Autos.

00:09:28: aber können tun das Bestimmungen mal.

00:09:31: Was schätzt du von Jahren her?

00:09:33: Würdest du sagen in zehn Jahren könntest du dir schon vorstellen dass wir hier...

00:09:36: Ich kann mir vorstellen dass dieses Jahr die ersten Autos endlich rauskommen.

00:09:41: Und das sind natürlich vorn der Computer, also ich habe letztes Jahr bei einen vielen Vortrag gehalten da hätte ich die Zahlen vielleicht noch im Kopf wie viele Radar-Lieder und Kamerasysteme in diesen VW Vorzeugt.

00:09:51: ist der VW Bus ist das für autonomes Fahren Level vier und ja ganz ganz viele Sensoren drin, die alle in Echtzeit Daten verarbeiten müssen

00:09:59: d.h.,

00:10:00: dass es ein vorn an der Computer.

00:10:02: Also mich würde interessieren, wieviel Prozent der Batterieleistung in diese Centerverarbeitung reingehen und ich glaube das einiges ist.

00:10:09: Ja, ich bin auch total gespannt!

00:10:11: Ich glaube auch dass wir uns super schnell daran gewöhnen würden.

00:10:14: vielleicht am Anfang wäre es noch ganz komisch aber ich glaub...

00:10:16: also ich kann jetzt nur aus meiner Erfahrung sprechen.

00:10:18: man setzt sich in das Auto rein und der fährt dann sicher los und dann ist man nach zwei Minuten entspannt als würde man beim seinen Partner oder Partnerin mitfahren.

00:10:28: Die hat einfach Auto fahren können.

00:10:29: Ja

00:10:29: und am Ende macht man es ja im Flugzeug auch so, man sieht da ja auch den Piloten gar nicht.

00:10:32: Man setzt sich ja auch einfach rein und vertraut.

00:10:35: Genau und auch ich bin gestern geflogen war er gestern Unwetter das wir dann durchgeflogen haben hat's auch ganz schön gewackelt.

00:10:43: Das bringt heutzutage fast niemanden mehr aus der Ruhe.

00:10:46: Wir sind heute auch da weil es einen neuen Studiengang gibt nämlich an der OTH angewandte Naturwissenschaft Und das klingt jetzt mal sehr, sehr breit.

00:10:55: Ja vielleicht kannst du da mal erklären was es damit auf sich hat?

00:10:59: Wenn ich jetzt das mal so formulieren kann als Laie habe ich jetzt so das Gefühl gehabt man ja studiert jetzt nicht mehr nur Physik oder nur Chemie oder nur Elektrotechnik sondern dass ist ein interdisziplinärer Studiengang der alles miteinander verbindet.

00:11:12: Was sind denn da die Vorteile?

00:11:14: und ja vielleicht mag sie dann mal ein bisschen erzählen

00:11:16: Genau also den neuen Studiengang.

00:11:17: wie du schon sagst ist ein Bachelorstudiengang an gewohnte Naturwissenschaften Und unsere Fakultät hat sich da richtig ins Zeug gelegt und wir haben das wirklich ganz, ganz toll hinbekommen.

00:11:28: Weil auch in unserer Fakulität sind wir sehr divers aus.

00:11:30: Wir haben Professorinnen, die sind Physiker, wir haben Chemiker, Leute aus der IT... Ich bin zum Beispiel von der Ausbildung der Elektrotechnik.

00:11:39: Und diese ganzen verschiedenen Disziplinen haben wir jetzt wirklich super zusammengebracht in einen neuen Studiengang und ja der ist sehr, sehr breit aufgestellt.

00:11:47: Die Idee dahinter war auch weil ich habe mal ein Interview angehört das war von der bayerischen Regierung und da war die Aussage oder die Quintessenz war... Wir wissen noch gar nicht in welchen Jobs die Menschen von heute, die jungen Menschen von Heute in Zukunft arbeiten werden.

00:12:02: und dann dachten wir uns Ja das stimmt wirklich und wir müssen die Leute einfach breit ausstellen damit sie einen großen Werkzeugkasten am Ende des Studiums haben und dann eben die Möglichkeit haben, viele, viele Sachen zu machen.

00:12:15: In Zeiten von KI und Co.

00:12:16: Und in Zeiten von Microchips, die auch wieder zurück nach Europa kommen sollen ist das auf jeden Fall eine gute Idee!

00:12:25: Du hast ja den Studiengang auch angeschaut?

00:12:27: Genau also für mich wäre es total erschlagen.

00:12:30: aber einfach weil ich keine Naturwissenschaftlerin bin und ich mich aber auch so ein bisschen gefragt hat... Also Physik und Chemie, das ist ja alles sehr komplex.

00:12:40: Ist es dann nicht so dass man da nur an der Oberfläche kratzt wenn man das alles miteinander verbindet.

00:12:44: oder wie habt ihr das gelöst?

00:12:45: Muss ich jetzt mal erzählen wir haben ein Sechs Pfade also in den Studiengang.

00:12:50: wir beschäftigen uns mit Physik... ...also mit der Natur des Universums.

00:12:55: Wir haben Chemie.

00:12:57: Da haben wir eine super Kollege in die Korinne wo die Studierenden und Studiers auch immer super zufrieden sind Und Chemie macht denen Sehr, sehr viel Spaß auch.

00:13:07: Wir machen auch IT.

00:13:09: IT in dem Sinne heißt wir beschäftigen uns mit Programmierungen und da haben wir im ersten Semester das Fach, das haben wir jetzt mal Levio genannt.

00:13:16: Levio ist eine grafische Programmiersprache und dann müssen die Studis in Gruppen einen Roboter programmieren So ein Lego-Roboter und der muss dann einen Pfad absolvieren.

00:13:26: Und das ist sehr, sehr toll.

00:13:28: im ersten Semester müssen die Gruppen zusammenarbeiten.

00:13:30: Das heißt hier gibt es keine Außenseiter in den Studiengang weil alle müssen von Anfang an zusammen arbeiten Niemand wird ausgegrenzt.

00:13:38: Es gibt sofort eine super Gefüge untereinander, die Leute haben eine unheimlich gute Kollegialität und Gemeinschaft im Studiengang.

00:13:46: Und es hängt auch sehr mit diesen Fach ab oder sehr mit diesem Fach zusammen wo die Studis dann eben auch wirklich zusammenarbeiten und ein Problem lösen müssen.

00:13:55: Dann haben wir natürlich auch ein bisschen Mathe weil man muss das Ganze auch irgendwo formalisiert noch mal hinschreiben.

00:13:59: aber die Mathematik da haben wir ja auch einen Superproff Da haben die Studis auch eigentlich kein Problem, da kommen alle gut mit.

00:14:05: Also keine Angst!

00:14:06: Und dann haben wir einen neuen Bereich reingebracht und zwar ist es die Orientierung.

00:14:11: Und dann machen wir praktisch im ersten Semester schon okay was sind denn die Naturwissenschaften in der Praxis?

00:14:16: Das heißt... Die Studis im ersten semester dürfen dann schon mal in den Labor mit reingehen.

00:14:21: zum Beispiel wir haben ein Rheinraum das heißt ein Raum der wenig Staubpartikel hat damit man gut Microchips bauen kann oder auch mikromechanische Systeme.

00:14:31: Und wir haben einen eigenen Rheinraum hier bei uns an der Fakultät.

00:14:34: Sehr cool, das heißt da dürfen die Studis nur mit Anzügen rein?

00:14:37: Genau!

00:14:37: Nur mit diesen weißen Anzügen dürfen sie rein, müssen sich vorher reinigen und dann dürfen die da rein und dann kann man auch wirklich mal so ein Praktikum machen und einen Sensor bauen.

00:14:46: oder bei uns im Sensori-Applikationszentrum können die kommen.

00:14:49: wie den namischen sagt... Wir applizieren Sensoren, d.h.

00:14:51: wir bauen Sensoren für irgendwelche Sachen ein und nutzen die dann auch und werden die Daten aus.

00:14:56: und das möchten wir den Studis dann auch mal demonstrieren und zeigen.

00:15:00: Und wie es bei der Sensorik oder bei diesen Bereichen ist, versuchen wir die ganze Kette abzugreifen.

00:15:08: Das heißt wenn man zum Beispiel einen Sensor hat dann muss der Senser irgendwas messen.

00:15:12: das ist die Physik.

00:15:13: Das heisst welche physikalischen Messprinzipien liegt dahinter?

00:15:16: Das ist Physik und Chemie also kann ja auch chemischer Sensor sein.

00:15:19: Dann messen wir das.

00:15:20: da müssen wir die Daten Auswerten bzw.

00:15:23: wir müssen erst mal die Daten überhaupt richtig herauskriegen, das ist dann Elektrotechnik, Elektrotheken lernt man bei uns auch, d.h.

00:15:28: muss man vielleicht das Signal verstärken, da muss man das Signal aufnehmen und das lernte man in LabView oder in Python wie man die Daten aufnimmt.

00:15:37: Da muss man die Data verarbeiten, das funktioniert z.B.

00:15:39: in Datoscience, ds heißt man muss aus den Datenmuster erkennen, dann haben wir zum Beispiel auch das Forch Machine Learning oder künstliche Intelligenz, dass es bei mir... die Mustererkennung ein bisschen weitermacht und dann auch seine eigenen beispielsweise neuralen Netzwerke oder Decision Trees baut.

00:15:53: Und da es das Ganze eben ausgibt, dass man bei uns die ganze Kette durchlaufen kann von was ist das für einen Sensorprinzip?

00:16:02: Wie kann ich die Ansteuerung machen wie kann ich eine Schaltung dafür bauen und wie kann Ich dann mit den Daten umgehen?

00:16:09: Das heißt wir möchten, dass die ganze kette durch laufen wird.

00:16:13: Man kann jetzt mit einem Bachelor und gegebenenfalls Masterstudium total verschiedene Unternehmen einsteigen.

00:16:20: Man ist wie gesagt sehr, sehr breit aufgestellt und das waren jetzt die ersten vier Semester über die wir gesprochen haben.

00:16:25: Im fünften Semester haben die Studie die Möglichkeit in Praxis-Semester zu machen im besten Fall auch dann in der Industrie.

00:16:32: Und davor gibt es auch nochmal das Fach zur Orientierung über Mikrosystemtechnik und Sensorik weil wir haben zwei Schwerpunkte eine Mikro System Technik also einen Sensor bauen Mikromechanischen Sensor Bauen Also das ist ganz, ganz klein im Silizium.

00:16:47: Und dann auch die Sensorik, das heißt beispielsweise nehmt einen fertigen Sensor und appliziert ihn.

00:16:52: Das heißt er baut ihn irgendwo ein.

00:16:54: und dann sollen wir es im fünften Semester in der Industrie beispielsweise auch schon machen.

00:16:58: und da können sie gehen zum Beispiel zu Automobil in den Automobilssektor Die können gehen zum mittelständischen Unternehmen zu allen möglichen weil Sensoren werden überall eingesetzt.

00:17:07: ja und Dann im sechsten siebten semester haben Sie in die Möglichkeit diesen Schwerpunkt weiter zu vertiefen, vielen Dank.

00:17:15: Das heißt die können dann in die Halbleiter- und Mikrosystemtechnik gehen oder sie können den Schwerpunktsensorik machen oder Sie müssen aber keinen Schwerpunkt machen wenn Sie sagen okay mich interessiert dieses und jenes das heißt wir machen das Ganze sehr frei Und die können auch wählen was sie einfach interessiert und was sie selber denken was sie weiter bringt.

00:17:36: und dann haben sie am Ende des Studiums angewandte Naturwissenschaften ohne Schwerpunkt studiert.

00:17:41: Und ihr werbt ja auch damit, dass es eine sehr kleinere Studiengruppe ist mit intensiver Betreuung?

00:17:47: Wie viele Studierenden sind denn da so dabei?

00:17:50: und wie ist dann die Geschlechterverteilung?

00:17:53: Genau!

00:17:53: Also geschlechter Verteilungen sind wir an der Fakultät sehr gut und das sind wir auch richtig stolz drauf.

00:18:00: also wir haben jetzt gerade noch die Studiengänge Umwelt- und Industrie-Sense zurück und Mikrosystemtechnik die durch diesen neuen Studiengang angewandte Naturwissenschaften ersetzt werden.

00:18:08: Und in diesen beiden Studiengängen haben wir ungefähr fifty-fifty, das heißt wir haben fünfzig Prozent Frauen, fünfzieh Prozent Männer und... Das ist extrem eine extrem tolle Sache weil vor allem die Frauen in diesem Bereich die sind so gut.

00:18:23: Das ist Wahnsinn.

00:18:24: ja!

00:18:25: Ich finde es natürlich schade dass in den Mintfächern generell ich habe es ein bisschen nachgelöst jetzt vorher Da hat man ungefähr dreißig Prozent im Durchschnitt.

00:18:34: Ja, also sehr, sehr viel weniger

00:18:37: und... Wie war das bei dir im Studium?

00:18:38: Was würdest du sagen?

00:18:39: Also

00:18:39: ich habe Elektro-Tellingstudien aus der Frauenanteil extrem schlecht.

00:18:44: Ich will das natürlich nicht sagen, ich weiß es nicht wie es aktuell ist aber wir damals waren es nicht so besonders gut.

00:18:48: Aber bei uns mit Umwelt- und Industrie-Sensorium Mikrosystemtänik ist es sehr sehr gut.

00:18:52: Das heißt wir haben fünfzehfünfzehn ungefähr Und ich hoffe sehr sehr dass in diesen neuen Studiengang angewandte Naturwissenschaften Dass wird auch wieder einen großen Frauenanteil hinbekommen weil Wir möchten natürlich Frauen besonders fördern Weil warum auch immer?

00:19:06: Das kann ich nicht beurteilen die Hemmschwölle oder ja genau die Hemmschwelle zu hoch ist, für viele sich in diesem Mundbereich zu wagen.

00:19:15: Aber überhaupt keine Sorge!

00:19:16: Weil wir eben so kleine Gruppen haben können wir auch sehr sehr individuell fördern und unterstützen.

00:19:22: Und damals wie ich studiert habe dachte ich immer so ja okay ich setze es in dem Hörsaal der Prof weiß doch gar nicht wer ich bin und jetzt halte ich meine eigenen Vorlesungen.

00:19:30: Ich weiß von jeden wann er da war, wann er nicht da war?

00:19:32: Ich weiß wo die immer sitzen.

00:19:34: Sehr gut.

00:19:34: Mir fällt das sofort auf wenn einer mal fehlt.

00:19:37: Das heißt, als Prof weiß man sehr, sehr gut.

00:19:39: Man sieht eigentlich alles und man sieht auch bei den Leuten wer gut mitkommt, wer nicht gut mit kommt und kann man auf jeden Fall auch sehr individuell unterstützen.

00:19:50: Und wir haben auch viele Praxisteile, das heißt zum Beispiel Praktika wo die Leute dann in Grüppchen da sitzen und man geht von Gruppe zu Gruppe stellt Fragen diskutiert hilft bei Problemen weil der Klassiker, ja ich habe alles nachgeschaut.

00:20:05: Es sollte eigentlich funktionieren aber es funktioniert nicht und dann geht man miteinander an diese Steckbretter und versucht eben den Fehler zu finden.

00:20:12: dabei lernen Studis meiner Meinung nach am meisten weil einen Fehler finden und beheben ist natürlich immer gut und ich glaube da kann man viel lernen muss man natürlich auch annehmen.

00:20:23: Ist im Endeffekt auch Studiumes Arbeit.

00:20:26: Und die Mindstudiengänge an sich gehen ja zurück.

00:20:30: Warum ist es so?

00:20:31: Weil auf der einen Seite brauchen wir immer mehr Technik, wir brauchen immer mehr Innovationen also es gibt ja total viele Felder die da gerade aufgemacht werden und gleichzeitig ist es für Studierende nicht mehr so interessant.

00:20:43: Ist das die Wahrheit oder hat das ein anderen Grund warum sie mit Studiengängen ein bisschen an Rückgang erfahren?

00:20:49: Das

00:20:50: ist eine sehr gute Frage und die stellen wir uns auch immer weil wie wir die Studiengänge reformiert haben sind wir auch nochmal in die Studien Gänge reingegangen und haben dann nochmal gesagt, das ist doch so ein toller Studiengang.

00:21:03: Warum kommen denn immer weniger Menschen um den zu studieren?

00:21:07: Und natürliches demografischer Wandel ist ein Thema.

00:21:10: Das heißt es gibt weniger junge Menschen die studieren möchten.

00:21:13: Zur Wahrheit gehört natürlich auch dass der Anzahl der Studierenden in Bayern aktuell eigentlich sogar ganz leicht steigt aber nicht in den Fächern, also nicht im technischen Bereich sondern eher ... in den anderen Bereichen.

00:21:27: BWL ist zum Beispiel ein Klassiker, der wächst wahr.

00:21:29: Gehörte auch das dem Mintfächern, gehört ja auch Informatik dazu.

00:21:32: Informatisch ist der einzige Studiengang, der noch wächst und da kann man sich auch denken warum?

00:21:36: Weil es sind alle Munde.

00:21:38: In Zeiten von KI und Co.

00:21:40: sprechen viele über die Informatiken.

00:21:41: deswegen wächst der Studiengang noch ein bisschen... Und die anderen Studienbereiche also z.B.

00:21:46: unsere Fakultät angewandte Naturwissenschaften, angewandten Natur- und Kulturwissenschaft haben einen technischen Bereich oder nichttechnischen Bereich und der technische Bereich leidet ein bisschen Und um ehrlich zu sein gibt es viele Theorien, warum das jetzt so ist.

00:22:00: Die Wahrheit kenne ich leider auch nicht.

00:22:01: Könnte es mit der Schule zusammenhängen?

00:22:03: Also dass in der Schule vielleicht nicht so gelehrt wird, dass wirklich das Interesse bei den jungen Menschen entsteht?

00:22:09: Meine zwei Cousins sind gerade in Gynasium in München und ich aus Technik erfahre natürlich immer hey was sind eure Lieblingsfächer?

00:22:18: und da ist Physik auf jeden Fall nicht dabei.

00:22:20: und jetzt haben sie auch Physik abgewählt.

00:22:24: Ich denke, wenn man Physik in der elften, zwölften Klasse abwählt – ich weiß nicht ganz genau, wann das der Fall ist.

00:22:30: Dann glaube ich auch nicht, dass man was Technisches studiert und da in der Schule trennt sich wahrscheinlich schon dann das Ganze ein bisschen auf diejenigen, die sich für Physik interessieren und dann was Technische studieren wollen, die nehmen wahrscheinlich auch diese Fäche oder vielleicht auch Informatik

00:22:45: Ja Aber ich glaube, man kann schon viel machen wenn man das anders zugänglich macht.

00:22:51: Ich habe mir sehr schwer getan in Physik und in den Sachen.

00:22:54: Ich hab aber Medienkommunikation studiert und wir hatten einen Teilbereich Medieninformatik.

00:22:59: Und ich hab tatsächlich meine Bachelorarbeit auch in Medieninformate geschrieben was ich niemals gedacht hätte weil für mich war es immer alles was irgendwie mit Technik zu tun hat ... humanoider Roboter in der Altenpflege geschrieben.

00:23:13: Oh, sehr cooles Thema!

00:23:14: Genau.

00:23:14: Es gibt

00:23:15: auch Forschung an der OTAR-Ringsburg?

00:23:16: Sehr

00:23:16: cool ja und das hat mich dann zum Beispiel wieder total gekriegt.

00:23:19: also

00:23:20: ich

00:23:20: glaube je nachdem... Und wir hatten eine tolle Dozentin und ich glaube einfach es hat schon viel damit zu tun wie du in der Schule das beigebracht bekommst wie du das Interesse der jungen Menschen wächst, damit sie es eben nicht abwählen auch.

00:23:32: Ja absolut also wenn man einen guten Lehrer oder Lehrerin hat die für Technik begeistert und dann auch die Hemmschwelle senkt das heißt ist ganz ein bisschen zugänglicher macht dann glaube ich dass da viel mehr Menschen in diese technischen Bereiche reingehen.

00:23:46: Ich kann jetzt das Schulsystem nicht so gut beurteilen muss ich ganz ehrlich sagen.

00:23:50: aber ich denke dass da viele in der Schule gemacht werden könnte Und wir sind jetzt die Institution, die auf der Schule aufbaut.

00:23:58: Wir versuchen auch in die Schulen wiederzugehen und dann so einen Studiengang zu bewerben.

00:24:02: Ich war da zum Beispiel neulich im Gymnasium... ...und hab deinen Vortrag gehalten.

00:24:06: Der Raum war voll.

00:24:09: Da ging es erstmal allgemein um die OTH Regensburg.

00:24:12: Dann hatte ich einen zehn Minuten Slot für den Studiengang.. ..und habe bei meinem Slot erst mal gefragt, wer interessiert sich denn für Technik?

00:24:19: Dann ging eine Hand recht schnell hoch….

00:24:21: …und die andere hand ein bisschen zögerlich.

00:24:24: Und die anderen haben sich dann eher so für Management und Co.

00:24:26: interessiert, was auch legitim ist sind ja auch tolle Fächer und wir versuchen jetzt einfach die Begeisterung wieder ein bisschen mehr in die Schule zu bringen.

00:24:37: Die Frage ist natürlich wie gut können wir das?

00:24:40: Also ich hätte gerne dieses Rezept und würde da gerne in die schule gehen und dann den Leuten zeigen wie toll es eigentlich ist Alles machbar, alles was man bei uns lernt.

00:24:54: Wenn man ins erste Semester reinkommt... Wir fangen wirklich ganz unten an, ganz bei null und gehen das Ganze dann durch.

00:25:02: Das heißt wenn wir von Anfang an einfach mitmachen und die Übung ins Aufgaben machen, dann sehe ich überhaupt kein Problem diesen Bachelor mit einer sehr guten Note zu bestehen wirklich.

00:25:10: Das heisst man muss keine Mathe Crack sein?

00:25:12: Man muss keine mathe Cracks sein.

00:25:14: Es gibt auch zum Beispiel viele haben ja Angst für Mathe es gibt auch extra einen Vorkurs für Matte.

00:25:19: Es gibt für Mathe ganz, ganz viel Unterstützung.

00:25:21: Wir bieten auch für alle Fächer Tutorien an.

00:25:23: Das heißt wir haben da Studierende aus den höheren Semestern die sich dann nochmal mit den Menschen hinsetzen und die Übungsaufgaben lösen und sie dann wirklich auch nebeneinander hin setzen können.

00:25:33: Und wie haben das Gefühl?

00:25:34: Alle Leute die ins Tutorium gehen, die schaffen die Prüfung locker!

00:25:38: Jetzt leitet du auch Seminare und kennst die Studierenden seit ein paar Jahren.

00:25:43: Was würdest du denn sagen, wie hat sich denn die heutige Studierendengeneration verändert zu damals als du studiert hast?

00:25:49: Vielleicht kannst du doch mal sagen wann du studierte?

00:25:51: Also ich habe damals zwei Tausend Zehnerjahre studiert eben Elektro-Technik in Bachelor Und ich würde sagen dass die Studis von heute viel besser sind also wirklich viel besser.

00:26:04: Die haben es so drauf.

00:26:06: Es ist Wahnsinn.

00:26:08: Ich versuche auch immer, die Studis dann aus der Vorlesung zu uns ins Sensorikaplikationszentrum zu bekommen.

00:26:13: Dass sie als studentische Hilfskräfte bei... Wir haben wirklich Forschungsprojekte, dass wir mitarbeiten und da können sich auch wirklich was lernen.

00:26:19: Und besonders die Leute, die dann auch bei uns mitarbeiten, die haben exponentielle Lernkurven, die sind so gut!

00:26:25: Ich habe zum Beispiel aktuell eine Bachelor-Rantin, die bearbeitet ein Thema Ultra Wideband.

00:26:30: also das ist so eine Radartechnologie, die man auch aus Handy zur Ordnung kennt Beispielsweise UVB nennt man das.

00:26:37: Das ist auch das, wo das Auto erkennt ob jetzt der Schlüssel im Auto ist

00:26:41: oder außerhalb

00:26:41: vom Auto.

00:26:43: Und wir haben dann jede Woche unser Schuh fix also unsere Meeting und ich bin jedes Mal begeistert welche Ergebnisse da geliefert werden.

00:26:51: Also die Studis sind wirklich extrem gut und extrem engagiert vor allem bei uns an der Fakultät.

00:26:58: Wir haben es gibt auch eine Fachschaft Und ich war damals, als ich hier angefangen habe.

00:27:02: Da hab' ich gefragt, wer ist denn aus der Fachschaft?

00:27:04: Dann hat fast jeder seine Hand gehoben!

00:27:05: Also die sind total engagiert und machen total viel... Wenn wir das Sommer fest haben wie ihr Profs, dann macht die Fachschaft immer die Bewertung.

00:27:14: Das ist wirklich ganz toll und ich sehe es auch in den Praktikern.

00:27:18: Klar, das Studium ist Arbeit.

00:27:21: Die anderen auch teilweise mehrere Praktiker, die sie bedienen müssen Und ich sehe das dann auch, okay?

00:27:27: Die müssen wirklich was leisten.

00:27:29: Und dann sitzen die bei mir im Praktikum und arbeiten auch wirklich super mit haben das vorbereitet sind engagiert.

00:27:36: Und ein Kollege von mir hat damals gesagt als ich angefangen habe der Kollege Kamler hat er gemeint so unsere Studierenden sind ausgezeichnet.

00:27:43: Und damals dachte ich mir so ok ja das sehe ich hier dann schon und er hatte wirklich recht.

00:27:49: also also die Studis die bei uns an der Fakultät sind sind wirklich sehr gut.

00:27:54: Also nicht Tensi so faul und wollte nichts mehr lernen.

00:27:58: Null, absolut

00:27:58: null wirklich.

00:27:59: also den könnt ihr nicht mehr widersprechen.

00:28:01: Und inwiefern hat die Digitalisierung so den Studienalltag verändert?

00:28:06: Weil ich habe auch in den Zehnerjahren studiert und da war echt noch nicht viel mit Digitalisierung.

00:28:11: Also das man im Beamer hatte wo man seine PowerPoint drauf gemacht hat aber ansonsten ja Da hatte auch nicht jeder ein Laptop denke ich mir grad so.

00:28:20: Das war doch noch gar nicht so.

00:28:21: Die

00:28:21: Laptoptzeit ist tatsächlich vorbei Meine Studis arbeiten eher am Tablet und fühle mich ab und zu wie ein Boomer.

00:28:30: Wenn ich dann meine Vorlesung... Ich mache die Vorlesungen an der Tafel, ganz viel natürlich unterstützt durch den Beamer einfach auch wegen Geschwindigkeitsgründen weil wenn ich alles auf dem Tablet machen würde, würde ich viel zu schnell schreiben

00:28:42: ...

00:28:44: die Leute sollen auch mitkommen.

00:28:45: Das heißt, ein Kollege von mir hat das mal gesagt zu mir... Die Tafel ist die Profbremse!

00:28:51: Weil da kann man nur so und so schnell arbeiten.

00:28:53: Und es ist auch viel dynamischer weil...

00:28:55: Kann was wegwischen schnellen?

00:28:56: Kann

00:28:57: was weggwischen und ich sage immer, die müssen nicht mitschreiben, sie können auch einen Foto machen.

00:29:01: Ist ja alles digital oder steht auch alles in Buch im Endeffekt.

00:29:04: Sollten Sie er eh vorher vorgearbeitet haben?

00:29:06: Zwinke Smiley.

00:29:09: Ja und Digitalisierung geht natürlich dann auch in Richtung Chat GBT und ... generative KI, der man auch mal eine Frage stellen kann.

00:29:17: Und das ist absolut bereichernd meiner Meinung nach, weil ich weiß noch damals als ich promoviert habe... ... hab' ich die Korrekturen für meine Doktare bekommen und habe einige Sachen nicht verstanden.

00:29:26: Dann hatte dann neulich erst zurückgesprochen mit meinen Doktorandenkollegen,... ... hat mir dann Meetings über Zoom damals noch und haben diskutiert okay was könnte denn hier nicht passen?

00:29:35: Ja!

00:29:36: Und heutzutage können die Studis einfach eine Frage an ChatGBT stellen und können immer weiter Nachfragen nachbohren.... Verstehen Sie dann vielleicht besser?

00:29:44: Das heißt, mit ChatGBT ist, glaube ich, Lernen viel, viel besser geworden.

00:29:49: Aber das ist auch keine breite Meinung.

00:29:52: oder weil viele auch sagen ja man streng den Kopf nicht mehr richtig an und...

00:29:55: Das ganz Tolle was ich immer in meiner KI-Vorlesung sage ist Was uns jetzt ChatGBTV beweist oder zeigt ist Früher in meinem Studium musste ich noch ganz hardcoremäßig lernen wie denkt denn der Computer?

00:30:08: Ich musste die Sprache des Computers verstehen.

00:30:10: Es ist auch hilfreich logische Abfolgen etc.

00:30:13: Aber ich musste meine Gedanken umwünschen, dass sie der Computer versteht und jetzt haben wir das Ganze auf den Kopf gestellt.

00:30:19: Jetzt versteht der Computer was ich will Und es ist nicht weniger als eine Revolution weil jetzt kann... jetzt ist es noch viel zugänglicher.

00:30:28: Jeder benutzt Chatchivity jeder kann heute ein Computerprogramm schreiben nur mit Chachivity.

00:30:33: Das sind ganz tolle Sachen und wir sind erst am Anfang davon Was da in fünf oder zehn Jahren ist.

00:30:41: Das ist ein riesengroßes Fragezeichen in meinem Kopf.

00:30:44: Aber es wird auf jeden Fall sensationell und das Ganze heißt, die Studis können einfach viel effizienter und viel besser arbeiten.

00:30:52: Zur Wahl gehört natürlich auch... Ich wollte damals einen Kurs machen, wo die Studisen essay schreiben müssen.

00:30:59: Das ist dann halt schwieriger?

00:31:00: Es

00:31:00: würde jetzt wahrscheinlich mit Chativity erzeugt.

00:31:04: Man könnte natürlich den ganzen auch vorbeugen, indem ich sage okay wir schreiben eins mit Chatchity.

00:31:07: Eins ohne oder wir schreiben es mit verschiedenen generativen KIs.

00:31:11: Das wären auch interessante Konzepte.

00:31:13: das heißt man muss als Prof einfach oder als Professorin oder Professor einfach da dynamisch sein und das ganze annehmen.

00:31:20: weil jetzt einfach zu sagen zu sagen ja KI ist das Quatsch dass es ja nicht so zielführend und ich meine ich habe damals wie ich damals Deutsch-Aubitur geschrieben habe, weil sie noch das die Lehrerin gesagt hat.

00:31:33: Ich hoffe dass dieses Jahr ein gutes Thema ist und nicht so'n Quatsch wie Zitat ... Ist das Internet sinnvoll?

00:31:39: Zitat Ende!

00:31:41: Und heutzutage kann man das gleiche über ChatGBT sagen.

00:31:45: In meiner Schulzeit durfte ich damals kein Wikipedia aus Quelle benutzen.

00:31:49: Studys dürfen keinen ChatGBt benutzen.

00:31:50: ChatGBti kann natürlich auch andere Quellen finden Aber es ist einfach ein Tool.

00:31:54: Wenn du jetzt solo ... ja sag mal zehn Jahre Bildest dich ja wahrscheinlich auch sehr viel weiter bis zum Zahn der Zeit.

00:32:00: Welche Technologien werden unseren Alltag denn besonders verändern?

00:32:05: Ganz, ganz spannendes Thema also der Entgegner der KI oder der Sensorik.

00:32:12: ist der Roboter

00:32:13: okay?

00:32:14: das

00:32:14: heißt stell dir einfach mal vor du hast jetzt einen Haushaltsrobot Der geht bei dir im Haus rum, der räumt die Spülmaschine ein und aus.

00:32:22: Der putzt die Fenster, der staubsaugt so richtig mit dem Kercher Staubsauger hinterherziehen Und das sind extrem komplexe und komplizierte Aufgaben.

00:32:33: Das ist aber die Zukunft.

00:32:34: Diese Haushaltsroboter wir haben da neulich darüber diskutiert Da gibt es auch jetzt verschiedene Ansätze.

00:32:40: So'n Roboter kaufen kostet viel Geld Muss nicht sein Aber... ...da wird's wahrscheinlich Leasingmodelle geben Und sobald's einen Roboter gibt der dir die Fenster putzt und die Spimmerschiene ein- und ausräumt, wird das jeder haben.

00:32:54: Weil das ist es eben wert!

00:32:56: Und das sind auch wirklich Zukunftsmusik.

00:32:59: Vorher würde auf jeden Fall noch das autonome Fahrzeug kommen.

00:33:02: Das heißt dass ich ein Level vier autonomes Auto habe, das heißt das Auto hat schon noch sein Lenkrad aber ich kann mein... Sitz weit zurückfahren.

00:33:09: Ich kann vielleicht neben der Fahrt ein Buch lesen, ich kann mein Notebook auf eine Halterung stellen und kann dort meine Arbeit vorbereiten.

00:33:18: Vielleicht auch schon mobile Arbeit machen und dann kann ich von Ringsburg nach München fahren und in der Zeit schon arbeiten und dann ist es mir egal ob ich im Stau stehe oder nicht.

00:33:26: Weil das Auto das fährt einfach und ich bin rechtzeitig losgefahren weil ich kann ja noch im Auto was machen.

00:33:32: Das heißt dass wird sehr toll.

00:33:34: die Robotik wie gesagt bei der Robotik, da gehört ganz viel dazu.

00:33:38: Also der Roboter muss ja sehen können, der muss fühlen können, er muss sich graziell bewegen können mit dem muss man auch kommunizieren können und dann kommen diese ganzen Disziplinen von Machine Learning und KI eben mit rein.

00:33:49: Wenn ich sehen will brauche ich Computerwischen das heißt ich muss das was ich sehe in Echtzeit verarbeiten.

00:33:54: wenn ich hören will brauch ich Mikrofone.

00:33:57: wenn ich sprechen will brauchen Lautsprecher.

00:33:59: wenn ich diese Mensch-Maschine interaktion möchte dann brauche jetzt Beispiel ... Chat GBT oder Sprachmodelle.

00:34:06: Dann muss ich vielleicht herausfinden, okay... ... bewegt sich etwas auf mich zu mit einer gewissen Geschwindigkeit?

00:34:11: Oder vom Weg?

00:34:11: Dann brauche ich vielleicht ein Radersensor oder einen Lidersensor.

00:34:14: Das heißt diese Roboter werden vollgestopft sein….

00:34:17: …mit Sensorik die in Echtzeit verarbeitet wird und vor allem wenn man sich jetzt seine Wohnung vorstellt das sind ja alles relativ… enge Räumlichkeiten.

00:34:26: Ein Roboter besteht ja aus harten Materialien und man will jetzt auch nicht, dass der einen den Türrahmen rausreißt.

00:34:32: Das heißt er muss auch noch kompakt und klein sein?

00:34:35: Ja also der könnte schon eine menschliche Größe haben.

00:34:38: Die aktuellen sind jetzt noch nicht so groß.

00:34:41: Ich könnte mir durchaus vorstellen das die eine menschenliche Gröse bekommen natürlich so, dass man jetzt keine Angst davor hat.

00:34:48: Das heisst sie müssen dann auch... Man braucht diese Akzeptanz was heutzutage schon auch relativ gut funktioniert.

00:34:55: Ich kann mit meinen Chatbots, ChatGBT oder andere Chatbottes gut kommunizieren das heißt in echt Zeit sprechen und es wird noch besser Menschen haben.

00:35:02: ja heutzuteilig auch wenn man am Flughafen ist werden die Brille immer vorgestellt von Ray-Ban mit der Kamera zu den Nachfolgegenerationen von der Google Lens von im Jahr zwei tausend dreizehn wo man dann auch Informationen bekommt über das was man sieht.

00:35:17: Kann ich auch schon Leute die das haben?

00:35:18: Genau würde ich jetzt Ist ein bisschen...

00:35:22: eher so eine Spielerei,

00:35:23: ne?

00:35:23: Datenschutz.

00:35:24: Also zu Hause würde ich es jetzt nicht anwenden wollen.

00:35:26: aktuell was man da so liest aber das ist jetzt nur der Anfang.

00:35:30: Das heißt das Leben wird immer digitaler und digitaler.

00:35:35: Und für alle die das jetzt total spannend und interessant fanden und sich denken ah das könnte etwas für mich sein oder für meine Enkelinen oder für meinen Neffen usw.

00:35:44: wie kann man sich dann bewerben?

00:35:46: Ja genau danke für die Frage.

00:35:48: Also der Studiengang hat keinen NC.

00:35:50: Das heißt, egal wie das Abi lief hauptsache bestanden.

00:35:53: Dann kann man auf die Homepage der OTA Regensburg gehen und dann den Studiengang angewandte Naturwissenschaften suchen.

00:35:59: Der ist in der Liste ganz ganz oben.

00:36:01: Und dann kann man sich bei uns bewerben und zwar bis zum fünftzehnten September diesen Jahres.

00:36:06: und dann kann Man auch in Wintersemester In kommenden Winter Semester zwanzig sechsundzwanzig Auch gleich mit dem Studiengang durch starten.

00:36:14: und ich würde mich freuen dann sehen wir uns Auf jeden Fall am ersten Oktober bei der Begrüßung, die mache ich immer.

00:36:20: Ich bin auch Studiengangsleitung.

00:36:22: Sehr

00:36:22: gut!

00:36:22: Das heißt, ich darf dann die jungen Menschen erst mal begrüßen und erst mal ein bisschen erklären wie das Studiengang in den abläuft.

00:36:28: Sehr cool!

00:36:28: Und es macht einem sehr viel Spaß.

00:36:30: Genau.

00:36:31: Dann... Der Link ist verlinkt in den Show notes und schaut alle gerne rein.

00:36:35: Dankeschön!

00:36:36: Vielen lieben Dank für diese tollen Einblicke.

00:36:38: Ich fand's total spannend, auch wenn ich mich nicht so auskenne aber ja, ich finde es immer cool zu hören was zukunftsträchtig ist, was für Technologien wir zu erwarten haben.

00:36:49: und ja, was die Kinder von morgen auch alles studieren können.

00:36:52: Und was sie alles werden können?

00:36:54: Das finde ich richtig cool!

00:36:54: Genau.

00:36:55: Ja und das ist wirklich ein ganz gelungenes Konzept und danach kann man vielleicht auch ein Master Physik studieren, Chemie studieren Mathe studieren Elektro-Technik studierend.

00:37:04: also da hat man alle Möglichkeiten oder vielleicht einen Studiengang den es noch gar nicht gibt.

00:37:09: Alles klar dann vielen ihm Dank und ganz viel Erfolg mit dem Studiengang!

00:37:13: Vielen herzlichen Dank!

00:37:14: Tschüss.

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